Die Geschichte des Baerler Buschs
Der Baerler Busch ist kein ursprüngliches Forstgebiet
Der heutige Baerler Busch ist Teil eines altes Waldgebiets, das im Verlauf von Jahrhunderten verkleinert wurde. Auch wenn Herr Dr. Bieker (RVR) immer wieder betont, dass der Baerler Busch als Wald nur durch Forstwirtschaft entstanden sei, ist er kein erst von der Forstwirtschaft im 19. oder 20. Jahrhundert geschaffener Wald. Seit dem Mittelalter hatte der Baerler Busch diverse Besitzer, die den Wald unterschiedlich genutzt haben: Nutzung der Eichenrinde zum Gerben von Leder, als Jagdrevier, Nutzung für den Bergbau, als Fläche für die Lohmannhalde und schließlich die Nutzung als Forstgebiet.
Der Baerler Busch ist somit kein – wie vom RVR propagiert – von der Forstwirtschaft angelegtes Forstrevier.
Die Gemarkung Baerler Busch gehörte zu einem großen Waldgebiet, das sich seit dem Mittelalter nordöstlich zwischen Moers und Rheinberg erstreckte. Der erstmals 1246 erwähnt Lohmannhof war Sammelstelle für Eicherinde, die man zum Gerben von Leder benötigte.
In einem Ausschnitt der Fossa Eugenia-Karte von 1648 wird das Waldgebiet „Die Heeß“ genannt und Ende des 17. Jahrhunderts in einer Karte als Teil der „Graefschaft Murs“ bezeichnet. 1702 wurde er vom Grafen von Moers an den Staat Preußen übertragen. Der Baerler Busch, auch als „Königlicher Forst“ bezeichnet, war für den Adel ein Jagdgebiet. Allerdings durften die Baerler Bauern ihr Vieh dorthin treiben. 1864 wurden im königlich preußischen Amtsblatt Teile dieses Jagdrevier verpachtet.
1904 führte die Postagentur Repelen für die zu betreuenden Landzustellbezirke neben anderen auch den Ortsbereich Baerler Busch an. 1910 wurden Baerl und Repelen zusammengelegt. Im September 1912 erwarb die Bergwerksgesellschaft Rheinpreußen den einstmals preußischen Staatsforsts Baerler Busch zum Preis von 1,66 Millionen Mark und nutzte das Gebiet u.a. zur Auskiesung für Versatzmaterial für den Bergbau , Dadurch entstanden zunächst der Waldsee und später der Loheider See. Auch Meerbeck hat früher zu Baerl gehört, kam dann aber im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 zu Moers.
Erst seit Januar 2006 gehören die verbliebenen 310 Hektar des Baerler Buschs nach dem Verkauf durch RWE/DEA (früher Bergwerksgesell-schaft Rheinpreußen) dem Regionalverband Ruhr (RVR).
Unsere zukünftigen Aufgaben
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Das (gemeinsame) Ziel des Walderhalts läßt uns über den richtigen Weg dorthin auseinandersetzen
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Verbesserungen für den Baerler Busch
Diversität vorantreiben, Prozessschutzflächen vergrößern, keine Holzentnahme, Rückpferde – es gibt viel zu tun!


